NS-Black-Metal in Erfurt und Umgebung – Teil 5: „Darker Than Black Records“ und „Nebelklang“ im Thüringer Wandersleben

Der vorerst letzte Teil der Reihe zu NS-Black-Metal Strukturen in Erfurt und Umgebung betrachtet die Label-Strukturen von Hendrik Möbus genauer, welche sich in einem beschaulichen Familienhaus in Wandersleben in der Bahnhofsstraße 31a befinden. Zum einen soll ein Abriss über die Geschäfte von Möbus gegeben werden sowie aktuelle Entwicklungen nachgezeichnet werden.

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NS-Black-Metal in Erfurt und Umgebung – Teil 4: „Eternity“ aus Nordhausen

Im Zuge der Gründung verschiedener Black-Metal Bands in Thüringen Anfang der 1990er Jahre entstand in Nordhausen die Black-Metal Band „Eternity“. Schnell fand die Band ihre Zugehörigkeit zum NS-Black-Metal rund um die 1992 in Sondershausen gegründete NSBM-Band „Absurd“. Die Band findet sich dabei im Geflecht des Thüringer NS-Black-Metal wieder.

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NS-Black-Metal in Erfurt und Umgebung – Teil 3: Die Erfurter Band „Schattenfang“

Während die älteren Neonazis von „Barad Dûr“ seit den 90er Jahren in Erfurt und Umgebung aktiv sind, gibt es eine neue Generation an NSBM-Bands. Darunter zählt beispielsweise die Erfurter Band „Schattenfang“. Die Band entwickelte sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einer NSBM-Band, welche mittlerweile eindeutig der Szene zugerechnet werden muss.

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NS-Black-Metal in Erfurt und Umgebung – Teil 2: „From Hell Erfurt“ – Große Bühne für den den NS-Black-Metal in Erfurt

Seit vielen Jahren bietet das „From Hell Erfurt“ einen Anlaufpunkt für größere Konzerte unterschiedlicher Subkulturen. Der Hauptschwerpunkt liegt dabei wohl im Bereich Metal und seinen weiteren Subgenres. Neben großen kommerziellen Bands treten immer wieder international bekannte Black-Metal Bands im Club in Erfurt-Bindersleben auf. Nicht wenige davon verorten sich selbst, oder können aufgrund ihrer inhaltlichen Ausrichtung oder Verbindungen der sog. „National Socialist Black Metal“ Szene zugeordnet werden. Eine kleine Chronik soll etwas Überblick über die letzten Jahre geben und zeigen, dass es sich bei diesen Konzerten nicht um Einzelfälle handelt, sondern der Club in Erfurt sehr wohl fester Bestandteil der international aufspielenden NSBM-Szene geworden ist.

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NS-Black-Metal in Erfurt und Umgebung – Teil 1: Alte Garde – Die NSBM-Bands „Barad Dûr“, „Absurd“ und „Holocaust“

Von Mitte der 1990er bis Anfang der 2000er Jahre war Erfurt für die NSBM-Szene in Thüringen ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Vor allem da sich hier Teile der zu diesem Zeitpunkt bekannt gewordenen Band „Absurd“ aufhielten und ihre Labelstrukturen in Erfurt beheimatet waren. Eine Band, welche zu dieser Zeit eng mit „Absurd“ und ihrem Label „Darker than Black“ verknüpft waren, ist die Erfurter „National Socialist Black Metal“-Band „Barad Dûr“. Weiterhin war die Band „Holocaust“ in Erfurt aktiv und mit den bereits genannten Bands und Strukturen verknüpft. Bis heute sind einzelne Neonazis aus diesem Bereich weiterhin aktiv. Im folgenden Artikel, als Auftakt einer Reihe, werfen wir einen Blick in die 90er Jahre und bis heute auf die Erfurter NSBM-Szene und ihre Verstrickungen.

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Kurzmeldung: Vorbestrafter Göttinger Neonazi in Erfurt angestellt

Der ehemalige Göttinger Student der Steuerlehre, Robert Krüger-Zechlin, ist nach Abschluss seines Studiums an der Universität Göttingen seit einigen Monaten in Erfurt bei der ‚Bavaria Treu AG‘ als Prüfungsassistent angestellt. Das Unternehmen für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfungen hat dabei deutschlandweit mehrere Standorte. Die Erfurter Niederlassung befindet sich in der Alfred-Hess-Straße 38. Robert Krüger-Zechlin war Teil einer Neonazigruppierung im Raum Göttingen, welche sich zwischen ‚Identitärer Bewegung‘, ‚Junger Alternative‘ und Burschenschaften sowie militanten Neonaziorganisationen befand. Regelmäßig hält Krüger-Zechlin Kontakt zur Familie um den Thüringer NPD-Chef Thorsten Heise in Fretterode. Krüger-Zechlin trat in seiner Studienzeit in Göttingen immer wieder aggressiv auf und zeigte dort mehrmals den Hitlergruß. Das bekennende AfD-Mitglied war außerdem an einem Angriff auf Menschen in einer Göttinger Kneipe beteiligt.

ars Steinke (am linken Bildrand halb abgeschnitten),
Lasse Richei (graues Poloshirt), Robert Krüger-Zechlin (5.v.r.) und Philippe Navarre (1.v.r.) auf einer Demonstration der AfD unter dem Motto „Merkel muss weg“ am 21.04.18 in Salzgitter

In der Nacht vom 21. auf den 22. Februar kam es dann zu einem schwerwiegenden Überfall der Naziclique um Krüger-Zechlin. Zwischen 0 Uhr und 1 Uhr flog die Gruppe um Hauser, Navarre und Krüger-Zechlin aus der Kneipe „Trou“ in der Göttinger Innenstadt. Wieder einmal wurde die Bedienung der Kneipe an jenem Abend homophob beleidigt und auch angefasst.
Gegen 4.50 Uhr tauchten Teile der Gruppe mit Quarzsandhandschuhen bewaffnet in der „S-Bar“ in der Kurzen Straße auf. Krüger-Zechlin griff einen Gast bereits im Laden an, zerrten ihn und einen weiteren Gast, der dem Opfer zu Hilfe eilte, nach draußen und prügelten dort weiter auf diese ein. Die Betroffenen erlitten schwere Verletzungen im Gesicht, u.a. einen Nasenbruch, sowie zahlreiche Hämatome durch Schläge und Tritte. Die Polizei nahm wenig später zwei Tatverdächtige in der Reinhäuser Landstraße fest.
Am 08. Oktober 2021 wurden Navarre und Krüger-Zechlin vor Gericht aufgrund von gemeinschafticher gefährlicher Körperverletzung lediglich zu Freiheitsstrafen auf Bewährung verurteilt.

Robert Krüger-Zechlin bei einer Demonstration der ‚Identitären Bewegung‘ am 17.06.17 in Berlin

Anschließend wird der Auszug aus der Recherche der Plattform ‚Ausgetobt – Keine Anonymität für die Göttinger Naziclique‘ zur Robert Krüger-Zechlin dokumentiert. Die beiden umfassenden Recherchen finden sich online: Teil 1 & Teil 2. Wir fordern Konsequenzen von der ‚Bavaria Treu AG‘ sich von einem vorbestraften, gewaltbereiten und besetens vernetzten Neonazi sofortig zu trennen.

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Über „Neue Stärke“ und alte Schwächen

Seit Mitte 2020 besteht in Erfurt die Neonazigruppierung „Neue Stärke Erfurt“, aus welcher vor kurzem die Partei „Neue Stärke“ hervorgegangen ist. Die „Resterampe für Neonazis“ (Zeit online) will nach eigenen Angaben die Neonaziszene einen. Hervorgegangen ist die Gruppierung jedoch aus zahlreichen Abspaltungen von bestehenden Parteistrukturen der Neonaziszene. Im Folgenden soll ein Blick auf die Struktur sowie ihre Mitglieder:Innen im Raum Erfurt geworfen werden.

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Kurzmeldung: Erfurter Neonazis greifen Journalist:innen in Dessau an – Wolodja Wanjukow als Angreifer identifiziert

Am 12. Juni 2021 kam es zu einer Neonazi-Demonstration in Dessau/Roßlau. Daran beteiligten sich knapp 90 Teilnehmer:innen, wobei eine Thüringer Delegation der ‚Neuen Stärke‘ aus Erfurt und Gera anreiste. Die ‚Neue Stärke‘ ist eine seit 2020 existierende Abspaltung der Neonazipartei ‚Der Dritte Weg‘, die jedoch das Auftreten sowie die inhaltliche Ausrichtung der Partei zum Großteil kopiert.

Mittig mit Fischerhut: Wolodja Wanjukow im selben Outfit wie beim Angriff auf die Journalist:innen

Bei der Abreise kam es in Dessau zu tätlichen Angriffen auf anwesende Journalist:innen im Bahnhofsgebäude, wobei einem ins Gesicht geschlagen worden ist und eine Person die Treppe hinunter gestoßen worden ist. Bei einem der Angreifer handelt es sich um den Erfurter Neonazi Wolodja Wanjukow. Er selbst ist aktiver Bestandteil der Erfurter Neonaziszene rund um die ‚Neue Stärke Erfurt‘ und war bereits für die Neonazipartei ‚Der Dritten Weg‘ in Erfurt aktiv. Für diese kandidierte Wanjukow als Kandidat für den Stadtrat 2019.

Wolodja Wanjukow in Roßlau am 12. Juni 2021 (Foto: Presseservice Rathenow)

Wanjukow beteiligte sich u. a. am schweren rassistischen Angriff im August 2020. Hier griffen zwölf Neonazis, vor dem damals noch existenten Neonazitreff in der Stielerstraße 1 im Stadtteil Herrenberg, drei junge geflüchtete Männer aus Guinea an. Einer der Angegriffenen wurde so schwer verletzt, dass dieser zeitweise in Lebensgfeahr schwebte. Damals wurde gegen die Täter kein Haftbefehl aufrecht erhalten, da die Staatsanwaltschaft u.a. keine Wiederholungsgefahr bei den Tätern sah, ebenso das bei den Beschuldigten angebelich keine Straftaten in den letzten Jahren vorliegen würden. Im Fall Wanjukow war dies schon zu diesem Zeitpunkt falsch, da er als Beschuldigter in einer weiteren Körperverletzungssache aus dem Jahr 2019 geführt wird. Bis heute können Neonazischläger wie Wanjukow weiter prügeln, ohne strafrechtlich belangt zu werden.

Bericht vom Angriff und Foto vom Angreifer Wanjukow, zwar zensiert aber im selben Outfit. (Bild: Screenshot Twitter)

Bericht vom Angriff und Foto vom Angreifer Wanjukow, zwar zensiert aber im selben Outfit. (Bild: Screenshot Twitter)

 

Wolodja Wanjukow (mit Ordner-Binde) bedrängt am Rande einer Zwischenkundgebung in Dessau zusammen mit dem Braunschweiger Neonazi Pierre Bauer (rechts mit Ornderbinde) Journalist:innen.

Wolodja Wanjukow (rechts) mit Fahne der ‚Neuen Stärke‘ am 12. Juni 2021 in Dessau, neben Enrico Biczysko (links)

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„Thüringen steht zusammen“: Firmen, Köpfe und Teilnehmer:innen vorgestellt

In der Vergangenheit scheiterte die Corona-Leugner:innen Initiative „Thüringen steht zusammen“ mal mehr und mal weniger an der Durchführung von Demonstrationen in der Erfurter Innenstadt. Mittlerweile versucht sich die Initiative an der Protestform des Auto-Korso. Dabei erhält die Initiative tatkräftige Unterstützung von lokalen Unternehmen, von denen sich auch einige an den Demonstrationen beteiligten. Im folgenden Text sollen einige der Unternehmen und Akteure sowie Verbindungen zur AfD vorgestellt werden.

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Udo Key, „Weimar Tour GmbH“ als Infrastruktur für Corona-Leugner:innen

Seit über einem Jahr agieren Corona-Leugner:innen in einem Netzwerk aus Neonazis, Antisemit:innen, Esoteriker:innen und Verschwörungsideolog:innen. Innerhalb dieses Netzwerkes werden immer wieder größere Demonstrationen in Erfurt organisiert sowie zu größeren Events in andere Städte mobilisiert. Eine Schlüsselrolle für die wichtige Infrastruktur in diesem Netzwerk nimmt dabei Udo Key aus Markvippach ein. Er ist Geschäftsführer der „Weimar Tour GmbH“.
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